24.11.2018 | Wahrheit und Postfaktizität

 

Organisation: Gerald Posselt und Sergej Seitz

Institut für Philosophie

 

Samstag, 24.11.2018, ab 09.00 Uhr, HS 2i, NIG

Gerald Posselt & Sergej Seitz (Wien) - Einführung

Dagmar Comtesse /Frankfurt/M.) - Es gibt keine Wahrheit, als lasst uns um die Faktizität kämpfen!

Frieder Vogelmann (Bremen) - Die reine Wahrheit? Zur Notwendigkeit von Vernunftkritik im "postfaktischen Zeitalter"

Jakob Dellinger (Wien) - Nietzsche als Wegbereiter des postfaktischen Zeitalters? Überlegungen zu "Perspektivismus" und Postfaktizität

Anna Durnova (Wien/Paris) - Emotionen in der postfaktischen Politik. Wenn Wissenschaft die Demokratie verteidigt

Gernot Rieder (Hamburg) - Veränderte Aufmerksamkeitsökonomien und der Verfall der Deliberationskultur. Zur Epistemologie medial gestützter Polarisierungsprozesse

Richard Weiskopf (Innsbruck) - Algorithmische Entscheidungen und spektrogene Prozesse des Profiling im postfaktischen Zeitalter

Oliver Marchart (Wien) - Klarsprechen, Wahrsprechen, Widersprechen

15.11.2018 | Miša Krenčeyová: "Warum überhaupt "Afrika"? Debatten über Menschenrechte in und aus Afrika

 

Organisation: Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (WiGiP) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) und dem Institut für Philosophie

Koordination: Murat Ates und Hans Schelkshorn

 

Donnerstag, 15.11.2018, 19.00 Uhr, HS 2G, NIG

Abstract: Was ist das Besondere an afrikanischen Debatten zu Menschenrechten? Und warum erwarten ‘wir', dass sie besonders ‘besonders’ sind? Der Vortrag gibt einen Einblick in die Vielfalt ‘afrikanischer’ Debatten um Menschenrechte als Teil eines ‘globalen’ Menschenrechtsdiskurses und hinterfragt in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung von Positionalität in Bestrebungen zur Aufwertung ‘afrikanischen Wissens’.

Zur Vortragenden: Miša Krenčeyová studierte Internationalen Entwicklung und promovierte in den Afrikawissenschaften an der Universität Wien. Sie ist zur Zeit u.a. beschäftigt bei Global Education and Learning Network (GLEN) und ist Lektorin an der Universität Wien.

 

Bei der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Polylog-Hefte zu einem günstigeren Preis zu erwerben.
Für weitere Termine der WiGiP klicken Sie bitte hier.

09.11.2018 | François Jullien - Vom Sein zum Leben: Euro-chinesisches Lexikon des Denkens

 

Organisation: Fachbereich "Philosophie in einer globalen Welt/Interkulturelle Philosophie"

Institut für Philosophie

 

Freitag, 09.11.2018, 09.30 - 13.00 Uhr, HS 3A, NIG

Mit Vorträgen von Arno Böhler, Elise Cocquereau, Line Ryberg Ingerslev, Bernadette Reisinger und Ralph Schwarzenbacher

 

Um Anmeldung wird gebeten

Sommersemester 2018 | Postkoloniale/dekoloniale Theorien/Philosophien

Universität Wien | Sommersemester 2018

 

Koordination:

Mag. Dr. Anke Graneß (Univ. Wien)
Mag. Murat Ates (Univ. Wien, Univ. des Saarlandes)

 

Im Sommersemester 2018 wird sich die Vortragsreihe zur interkulturellen Philosophie (www.wigip.org) dem Thema postkoloniale/dekoloniale Theorien/Philosophien widmen. Die Absicht besteht darin, die Bedeutung postkolonialer und dekolonialer Interventionen für den Bereich der interkulturellen Philosophie fruchtbar zu machen. Trotz vieler Überschneidungen und Anknüpfungspunkte laufen beide Theoriebereiche noch eher parallel nebeneinander her. Insofern ist es die Intention unseres Themenschwerpunktes, interkulturelles Philosophieren und post-/dekoloniale und in diesem Zusammenhang auch (post-)feministische Theorien enger miteinander zu verknüpfen.
Dabei fragen wir uns nicht nur, was die Besonderheit eines Philosophierens unter (post-)kolonialen Bedingungen ausmacht, sondern vor allem auch, inwiefern koloniales und eurozentrisches Denken epistemische Gewalt ausübt, indem es einerseits eine bestimmte Form der Rationalität forciert und dabei anderseits nicht-europäische Denktraditionen ignoriert, marginalisiert, oder auch (ohne es eigens zu benennen) diese sich aneignet. Wir fragen uns, wie sich solch epistemische Dominanz auf die Philosophie und Wissensarbeit in (ehemals) kolonisierten Ländern, aber auch in den Ländern der früheren Kolonialmächte und heutigen Industrienationen auswirkt. Wir stellen uns ferner die Frage, wie sich koloniale Verhältnisse weltweit als patriarchale und "weiße" Hegemonien durchsetzen konnten und welche Gegenstrategien zur Dekolonisierung des Denkens bisher entwickelt wurden.

 

Termine

(Klicken Sie auf den Vortragstitel, um den Abstract-Download zu starten)

DatumVortragendeVortragstitelRaum
22. März 2018Hanna Hacker"Critical Whiteness: Einführung in ein Paradigma globalgeschichtlicher Hegemoniekritik"3B
12. April 2018Elise Coquereau"Postcolonial Responses and Indian Identities in Academics"3B
24. Mai 2018Martina Kopf"Stimme und Widerstand: Schwarzes feministisches Denken in den USA"3C
07. Juni 2018Christine Klapeer"(Selbst-)Eigentum aus postkolonialer und queer-feministischer Perspektive"2i
21. Juni 2018Magdalena Kraus und Jonathan Scalet"Warum wir dekoloniale Theorien von ihren lateinamerikanischen Wurzeln her lesen sollten"3B
27. Juni 2018Araba Evelyn Johnston-Arthur"Zur Poesie widerständigen Wissens in der afrikanischen Diaspora"3D

Die Veranstaltungen finden jeweils um 19.00 Uhr im NIG, Universitätsstraße 7, 1010 Wien statt.

 

 

03.05.2018 | Filmosophie

 

im Sommersemester 2018

Organisation: Andreas Gelhard, Sebastian Lederle und Gerhard Unterthurner
arge Filmosophie

Institut für Philosophie | Sommersemester 2018

 

Donnerstag, 03.05.2018, 19.00 Uhr, HS 3D, NIG

Pierre-André Boutang - "Deleuze Abécédaire" - die Buchstaben H - K: Histoire de la Philosophie, Idée, Joie, Kant

12.-15.03.2018 | Philosophie, Religion und Wissenschaft in der islamischen Lebenswelt

Wie wäre die Rede von „Globalisierung und kultureller Vielfalt“ zu verstehen, wenn diese nicht in ein Entweder-Oder von universalistischen auf der einen und partikularistischen Konzepten auf der anderen Seite münden soll? Gibt es hier zwischen den drei Paradigmen „Philosophie, Religion und Wissenschaft“ spezifische Verbindungslinien, die wechselseitige  Transferleistungen ermöglichen, die wiederum konstruktiv wie kritisch konnotierte Grenzüberschreitungen bewirken (können)? Oder verfolgt jedes von ihnen sein eigenes, historisch wie systematisch angestammtes Projekt? Wie angemessen oder auch nicht diese Skizzierung sein mag, es bleibt zu fragen, wie und wo hier mögliche Argumentationsstränge verlaufen? Ist ‚die Moderne’ allein ein ‚westliches Projekt’, dem nicht-westliche Kulturen und Regionen schon allein aufgrund von dessen Erfolgsgeschichte in Wissenschaft und Technik, Demokratie und Ökonomie, usf. zu folgen haben bzw. dieses entweder unbefragt oder auch kritisch übernehmen, oder erfassen sich die  beiden Seiten selbst schon, weit stärker als mancher annehmen möchte, intrinsisch miteinander verwoben? Macht es gar Sinn, in diesem Zusammenhang von einem möglichen „Plural von Modernen“ zu sprechen, wo umgekehrt auch jene mit der westlichen Moderne einhergehenden Paradigmen ebenso, zum Teil jedenfalls, zur Debatte stehen würden?

 

Zum Programm und den Veranstaltungsfotos...

23.-24.02.2018 | WiGiP-Forum

 

Zweites Forum der Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie

Universität Wien | 23.-24.02.2018


Freitag, 23.02.2018: Umweltethik

Koordination:
Univ. Doz. DDr. Mădălina Diaconu (Univ. Wien)
apl. Prof. Dr. Monika Kirloskar-Steinbach (Univ. Konstanz)

 

Relativ früh haben Umweltethiker (wie etwa Tiefenökologen) die gegenwärtige ökologische Krise auf die moderne europäische Metaphysik zurückgeführt und Anregungen für ihre Überwindung in nicht-westlichen, hauptsächlich fernöstlichen Naturphilosophien gesucht. Die ökologische Krise hat heute ein globales Ausmaß erreicht. Der Klimawandel, der Schutz bestimmter Tierarten, die Errichtung von Naturreservaten, der Schutz indigenen Wissens oder die Einschränkung der Kohlendioxidwirtschaft sind Anzeichen dafür, dass Umweltfragen längst nicht mehr nur innerhalb nationalstaatlicher Grenzen bewältigt werden können. Das Wiener Forum interkulturellen Philosophierens nimmt sich im Jahr 2018 vor, den Beitrag nicht-westlicher Denktraditionen zur interkulturellen Ethik zu untersuchen und die interkulturelle Philosophie durch ursprünglich in der Umweltethik angesiedelte Fragen zu bereichern.

 

Samstag, 24.02.2018: Offene Diskussion verschiedener Themen

Koordination:
Dr. Tony Pacyna (Universität Heidelberg)
a.o. Prof. DDr. Hans Schelkshorn (Universität Wien)

 

Organisatorische Hinweise

Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch
Organisatorische Rückfragen
und Anmeldung zur Teilnahme am Forum ohne Vortrag (bis 15.1. 2018) jeweils an: johann.schelkshorn(at)univie.ac.at

Das „Wiener Forum interkulturellen Philosophierens“ kann weder Fahrt- und Nächtigungskosten noch Honorarkosten übernehmen.

18.-19.01.2018 | Vortrag und Workshop

 

Exploring Maori Social Justice Concepts

Vortrag und Workshop mit Dr. Krushil Watene (Massey University)

Organisation: Dr. Anke Graneß in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Interkulturelle Philosophie

Institut für Philosophie | 18.-19.01.2018 | Hörsaal 2i, NIG

 

Indigenous philosophies are essential to indigenous peoples’ self-determination, and essential to the pursuit and realisation of justice for indigenous peoples globally. Given this contention, the absence of indigenous philosophies in mainstream global justice theorising is problematic for the continued relevance of global justice theorizing today. The aim of this chapter is to think seriously about how to remedy this problem, and to begin to provide some of the solutions for moving forward, focusing particularly on Māori philosophies and Kaupapa Māori theory. More specifically, following a discussion of the importance of indigenous philosophies for global justice, we explore: 1) why even the strongest (in intercultural terms) mainstream approach to justice – the capability approach – has so far fallen short, and 2) why indigenous methodologies remain vital to the appropriate articulation and inclusion of indigenous philosophies in justice theorizing. In so doing, the chapter highlights some of the opportunities within, and challenges to, mainstream justice theorising – and philosophy more generally – for remedying this shortfall.

 

 

11.-12.01.2018 | Filmosophie

 

Hollywood. Zwischen Anpassung und kritischer Zeitgenossenschaft

Organisation: Sebastian Lederle in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik
Eine Veranstaltung der arge Filmosophie

Institut für Philosophie | 11.-12.01.2018 | HS 2i und HS 3D

 

Donnerstag, 11.01.2018, HS 2i

Martin Seel (Frankfurt/Main): Für eine nicht-hierarchische Theorie des Films

 

Freitag, 12.01.2018, HS 3D

Sebastian Lederle (Wien): Begrüßung und Einleitung

Gertrud Koch (Berlin): Hollywood - Heterotropien des Kinos

Lisa Gotto (Köln): Schnee von übermorgen: The day after tomorrow

Thomas Hilgers (Düsseldorf): Freaks und Comebacks. Einige Gedanken zu Batman

Sebastian Lederle (Wien): Solus ipse: Theatrale Performanz in House of Cards

Martin Gessmann (Offenbach/Main): Am Nullpunkt der Dinge. Hollywood und das neue Weltdesign

Josef Früchtl (Amsterdam): Vertrauen in die Welt? Komplexes Erzählen im Hollywood-Film

Hanna Hamel (Berlin): Katastrophen nordwestlich von Hollywood: Zum Ende der Welt in Twin Peaks

 

 

laufend | Filmosophie

 

im Wintersemester 2017/18

Organisation: Johanna Gaitsch, Andreas Gelhard, Sebastian Lederle, Gerhard Unterthurner
arge Filmosophie

Institut für Philosophie | Wintersemester 2017/18

 

Mittwoch, 22.11.2017, 19.00 Uhr, HS 3D

Andreas Gelhard: "Die Toten. Über Fargo." (mit Filmvorführung)

 

Mittwoch, 06.12.2017, 18.00 Uhr, HS 3D

Oliver Marchart: Oliver Marchart: "Die Welle. Das Bild der Massen in "World War Z" und "Exodus""
(Vortrag)

 

Donnerstag, 11.01.2018, 18.30 Uhr, HS 2I

Martin Seel: "Für eine nicht-hierarchische Theorie des Films" (Eröffnungsvortrag zum Workshop "Hollywood. Zwischen Anpassung und kritischer Zeitgenossenschaft, 11.-13.01.2018, Wien)

01.-02.12.2017 | Tagung

 

Zur Aktualität der Dekonstruktion -
50 Jahre Derridas Grammatologie

Tagung des Critical Theories Network
in Kooperation mit dem FWF-Projekt "Language and Violence"

Organisation: M. Flatscher, A. Gelhard, G. Posselt, S. Seitz, A. Wieder

Institut für Philosophie | 01.-02.12.2017 | Hörsaal 3D, Neues Institutsgebäude (NIG)

 

Freitag, 1.12.2017

13.00 Anna Wieder (Wien) & Sergej Seitz (Wien): Einführung

13.15 Hans-Jörg Rheinberger (Berlin): Derrida Übersetzen

14.30 Peter Zeillinger (Wien): Zur Textualität von Geschichte. Grammatologie, différance und die Kluft der Spur

16.00 Sigrid Weigel (Berlin): Grammatologie der Bilder

17.15  Kathrin Busch (Berlin): Einschreiben und Berühren

18.30 Alexander Somek (Wien): Die „deconstruction“ in der amerikanischen Rechtstheorie des späten 20. Jahrhunderts

Krankheitsbedingt finden alle Vorträge am Freitag, dem 1.12.2017, statt.

20.10.2017 | Workshop des Critical Theories Network

Raum der Forschungsplattform „RELIGION AND TRANSFORMATION IN CONTEMPORARY SOCIETY" am Institut für Katholische Theologie (Schenkenstraße 8-10, 2. OG, Raum 53)

14:30 Maria Sagmeister: Autonomie, Gleichheit und Elternschaft

14:50 Ulrich Wagrandl: Politische, wehrhafte Demokratie

15:10 Sara Gebh: Demokratie, Stasis und Stabilität

15:30 Sergej Seitz: Alterität, Politik, Kritik

16:50 Anna Wieder: Kritik zwischen Regierungsdispositiv und Widerstandspraxis

17:10 Matthias Flatscher: Institutionen

17:30 Oliver Marchart: Politische Ontologie

17:50 Stephan Vesco: Evolutionäre Theorien des Rechts 

28.-29.09.2017 | Konferenz

 

The challenge of postcolonial philosophy in India: Too alien for contemporary philosophers, too modern for Sanskritists?

Konferenz

Organisation: Mag. Elise Coquereau, Elisa Freschi, PhD, Univ.-Prof. Dr. Georg Stenger

Institut für Philosophie | 28.-29.09.2017 | HS 3F, Neues Institutsgebäude (NIG)

 

The main goal of the conference consists in questioning the difficult reception of Indian post-independence philosophy inside and outside India, in particular related to the difficulties of the plurality of languages involved, and of its intermediate status. To begin with, one needs to define one's object. But what does it take for philosophy to be contemporary Indian philosophy? Can this be more than a particular geographical and temporal characterization? If so, what would this definition philosophically entail? Contemporary Indian philosophy is marked by its 'postcolonial' transformations: a widespread instruction in English focusing on 'Western' philosophy, but possibly reinterpreted in an Indian context, opposed to a traditional Sanskrit learning. This situation, inherited from the colonial time, is thus combined with an awareness of this gap and a reflection on the consequences of colonization on Indian philosophy, characterizing the 'post-colonial' era. This ambiguity and this hybridity of the post-colonial state of contemporary Indian philosophy makes its definition blurred and complex, which may be an important cause for the difficulties of its reception. We therefore attempt to address issues contributing to defining the state and problems of contemporary Indian philosophy (its internal difficulties), as well as some reasons for the insufficiency of its reception (its external obstacles), considering that the connection between these two levels, internal developments and external reception, contributes to locate the challenge of postcolonial philosophy in India.

 

The following points describe some directions for reflections:

- Colonial, Foreign Influences and Indian Philosophy

- Linguistic and Cultural Pluralism in modes of philosophizing

- Postcolonial 'hybridity'

 

We invite participants to reflect on the status and problems of contemporary Indian philosophy (post-independence), on its recognition as philosophy and its specificities, due to its particular colonial history and internal diversity. We in particular want to highlight the transition from the colonial external influences to the postcolonial internal developments that contribute to characterize the cultural and linguistic plurality of Indian philosophical traditions. In so doing, we hope to contribute together to the international reception of contemporary Indian philosophy by connecting regional and intercultural approaches.

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10.-11.07.2017 | Konferenz

 

23rd ISAPS Conference

Konferenz

Organisation: Dr. Anke Graness, Dr. Edwin Etieyibo, Dr. Thomas Hübel

Institut für Philosophie | 26.-28.09.2013 | Neues Institutsgebäude (NIG)

One of the main areas of teaching and research in the Department of Philosophy at the University of Vienna is Intercultural Philosophy. For this reason, the 23rd ISAPS Conference in 2017 will focus on “African Philosophy in an Intercultural Perspective”.

Intercultural Philosophy is an approach to philosophy which takes, as equal contributions, philosophical traditions and discourses from different regions and cultures of the world. In contrast to any kind of centrism an intercultural approach to philosophy takes into consideration that intercultural interactions and encounters are a fact of human existence. The goal of an intercultural approach to philosophy is twofold: firstly, to develop some consciousness about one’s own contextuality, that is about the cultural, linguistic, religious determination of philosophy in its respective historical contexts, and secondly, to transcend one’s regional approach to philosophy.

We invite submissions that interrogate and analyse the intercultural dimension in African philosophy, practical approaches to philosophizing in an intercultural way, the intercultural dimension of philosophy in Africa in the past and today, from ancient Egypt up to today’s debates in philosophy under the specific conditions of a postcolonial world, as well as critical considerations towards the project of an Intercultural Philosophy. Some of the questions that we hope the submissions will address include: What is the intercultural dimension of philosophy in Africa? What role does an interculturally oriented approach to philosophy play in today’s discourses in Africa? Where are the connecting dots between philosophy in Africa, Asia, Latin America, Arabia, and Europe/Northern America – yesterday and today? What is the potential of an intercultural approach to philosophy? What are the pitfalls? Does Intercultural Philosophy provide a fair and equal opportunity at international discourse in philosophy in the sense of advancing epistemic justice in a world that seems to structurally marginalize Africa and its contributions or just a new way to colonize the mind of the other?

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31.05-01.06.2017 | Vortrag und Workshop

Dr. Fabian Heubel (Taipeh/Frankfurt)

Organisation: FB Philosophie in einer globalen Welt, Institut für Philosophie der Universität Wien

Vortrag

Zwischen Revolution und Transformation
Über chinesische Gegenwartsphilosophie

31.05.2017 | 19.00 Uhr | HS 2G, Neues Institutsgebäude (NIG)

 

Workshop

Kritik, Transformation und Subjektivität im Spannungsfeld von europäischer und chinesischer Gegenwartsphilosophie

Donnerstag, 01.06.2017 | 10.00–13.00 Uhr | HS 3D, Neues Institutsgebäude (NIG)

27.-28.04.2017 | Podiumsdiskussion

Christoph Menke: »Kritik der Rechte«

Podiumsdiskussion

mit Vorträgen von
Matthias Flatscher, Jakob Gaigg, Sergej Seitz, Alexander Somek und Stephan Vesco

Eine Veranstaltung des Lehrstuhls für Politische Theorie des Instituts für Politikwissenschaft sowie vom Institut für Rechtsphilosophie in Kooperation mit dem Institut für Philosophie und dem Critical Theories Network

 

Christoph Menke im Gespräch mit Alexander Somek

Donnerstag, 27.04.2017 | 18.30–20.15 Uhr | HS 3B, Neues Institutsgebäude (NIG)

 

Workshop mit Christoph Menke

Freitag, 28.4.2017 | 09.00–14.00 Uhr | HS 2H, Neues Institutsgebäude (NIG)

01.-02.12.2016 | Internationale Tagung

 

SPRACHE – ETHIK – POLITIK
Normative Dimensionen der Rede

Internationale Tagung im Rahmen des FWF-Projekts FWF-Projekts P26579 in Kooperation mit dem Critical Theories Network

Organisation: Gerald Posselt & Sergej Seitz in Kooperation mit Andreas Gelhard

01.-02.12.2016 | Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

 

Donnerstag, 1.12.2016

13:15–13:45 Gerald Posselt & Sergej Seitz (Wien): Einführung

13:45–14:45 Hannes Kuch (Leipzig): Sprache und Gerechtigkeit

15:00–16:00 Steffen Herrmann (Hagen): Asymmetrische Reziprozität

Kaffeepause

16:30–17:30 Alfred Hirsch (Witten-Herdecke): Heimatlosigkeit Übersetzen

17:45–18:45 Andreas Gelhard (Wien): Grundloses Gerede. Heidegger, Hegel und die Macht der Sprache

19:00 Bernhard Waldenfels (Bochum): Responsivität und Korresponsivität  

 

Freitag, 2.12.2016

9:30–10:30 Nikita Dhawan (Innsbruck): Das Recht zu provozieren: Redefreiheit, Hate Speech und die Politik der Zensur

10:45–11:45 Pascal Delhom (Flensburg): Das Wort ergreifen – Stellung beziehen

12:00–13:00 Sibylle Schmidt (Berlin): Ethik und Politik der Zeugenschaft

Mittagspause

14:30–15:30 Thomas Bedorf (Hagen): Bauchrednerei. Zur Sprache politischer Affekte

15:45–16:45 Burkhard Liebsch (Bochum): Der Gewalt ausgesetzt. Zum Sinn der Sprache zwischen Ethik und Politik

Kaffeepause

17:15–18:15 Andreas Hetzel (Hildesheim): Drohung und Gewalt – Drohung als Gewalt

18:30 Sybille Krämer (Berlin): Sprache im Spannungsfeld von Leiblichkeit und Norm

18.-19.11.2016 | Internationale Tagung

 

HETERONOMIE – ENTFREMDUNG – VERDINGLICHUNG
Grundbegriffe philosophischer Sozialkritik

Internationale Tagung

Organisation: Andreas Gelhard, in Kooperation mit Gerald Posselt & Sergej Seitz

18.-19.11.2016 | Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

 

Freitag, 18.11.2016

12.00-12.30 Andreas Gelhard (Wien): Einführung

12.30-13.30 Dirk Quadflieg (Leipzig): Die Liebe zu den Dingen. Verdinglichung zwischen Entfremdung und Versöhnung

13.30-14.30 Christiane Thompson (Frankfurt am Main): 'Entfremdung' als Figur und Strategie des Denkens. Eine Adorno-Lektüre

14.45-15.45 Ferdinando-Giuseppe Menga (Tübingen): Über die Möglichkeit horizontaler Heteronomie. Eine kritische Begegnung mit Castoriadis und Arendt

15.45-16.45 Rita Casale (Wuppertal): Entfremdung und Krise der burgerlichen Repräsentation 

17.00-18.00 Christoph Henning (Erfurt) Entfremdung: Zur Verteidigung klassischer Ansätze

 

Samstag, 19.11.2016

10.00-11.00 Alfred Schäfer (Halle): Kritik: Zur Rhetorik der Aufklärung

11.00-12.00 Thomas Telios (St. Gallen) Wozu  (noch) Verdinglichung?

12.00-13.00 Matthias Flatscher (Wien): Verdinglichung als Anerkennungsvergessenheit? Kritische Überlegungen im Anschluss an Axel Honneth

14.00-15.00 Gerald Posselt & Sergej Seitz (Wien): Verdinglichung in der Diskussion zwischen Honneth und Butler

15.00-16.00 Andreas Gelhard (Wien) Exposition. Prufungsprozesse und das Problem der Verdinglichung

21.–24.09.2016 | Tagung

 

Jahrestagung 2016 der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie: Kraft, Macht und Gewalt der Bilder 
in interkultureller Perspektive - Philosophische und interdisziplinäre Zugänge

Tagung

Organisation: Univ.-Prof. Dr. Georg Stenger, Mag. Sergej Seitz, BA MA, Philipp Schlögl, BA

Institut für Philosophie | 21.–24.9.2016 | Neues Institutsgebäude (NIG)

 

Bildwissenschaftliche und bildtheoretische Zugänge gewinnen in steigendem Maße an Bedeutung, nicht allein in interdisziplinären, sondern auch in philosophischen Kontexten. Die Tagung möchte vor dem Hintergrund dieser aktuellen Debatten nach den Möglichkeiten eines dezidiert interkulturellen Bilddenkens Ausschau halten, das sich näherhin einem Bildsehen und Bilderfahren ebenso wie einer Bildtheorie und Bildpraxis widmet. Mit den drei unterschiedlichen, gewiss nicht trennscharf auseinander zu haltenden Ebenen der „Kraft“, der „Macht“ und der „Gewalt der Bilder“ soll ins- besondere den interkulturellen, ebenso wie den transkulturellen, hybriditätstheoretischen und komparativen Paradigmen Rechnung getragen werden. Besonders in diesen Spektren erweist sich die Themenstellung des Bildes und der Bilder als Herausforderung wechselseitiger Klärungsarbeit kultureller wie gesellschaftlicher Selbstverständigung. Was verstehen wir unter „Bild“, wenn es die Zuschreibungen von Abbild, Urbild, Repräsentation und dergleichen hinter sich gelassen hat, und anhand „ikonischer Differenz“ (G. Boehm), „bildanthropologischer“ Situierung und bildinduziertem „Kulturtransfer“ (H. Belting), „Bildphilosophie“ als „originärer ‚Schule des Sehens’“ (H. Rombach), „Bildformat(ierung)“ (Meyer Schapiro, D. Summers), „bildkritischer“ Methodik (H. Bredekamp), einem Sturz oder „Krieg der Bilder“ (W.J.T. Mitchell), „artifizieller Präsenz“ (L. Wiesing), einer semiotisch unterlegten „Wahrnehmungs- und Medientheorie“ (K. Sachs-Hombach), u.a. mehr, neue Weisen des Sehens, Wahrnehmens, Erfahrens und Erkennens entwickelt und „sichtbar“ macht?

Was geschieht mit dem „Bild“, wenn ihm „Regime der Bildlichkeit“ (J. Rancière) inne- wohnen, oder es sich interkulturell-kritisch motiviert einem transitorischen und prozessualen Sehen „jenseits der Form“ stellt (F. Jullien)? Was „sagen” Bilder, was sagt Kunst, und wie sagen sie es? Texte, zumal philosophische, sprechen stets schon „über“ etwas, in möglichst abstrakter und formaler Weise. Und doch tummelt sich auch schon in diesen, um mit Nietzsche zu sprechen, ein „Heer von Metaphern“; ja was imaginieren wir nicht alles schon, entwerfen virtuell Bilder, um einen Gedanken zu verstehen. Was, um es anders zu sagen, macht ein Bild zum Bild, und worin besteht diese seine „Kraft“, seine „Macht“, und schließlich seine „Gewalt“? Wie steht es um das Verhältnis von Bild und Sprache, von Bild und Blick, von Körper und Bild? Und wie ließe sich das Verhältnis kulturimprägnierter und gesellschaftskontextueller Bilder mit einer „Politik des Bildes“ bestimmen?

Das „Bild“ reicht weit über den engen Bestimmungsraum eines „Kunstwerks“ (Malerei, Fotografie, Film, Videokunst etc.) hinaus, es ist längst zum Medium unserer alltäglichen Wahrnehmungs- und Verständigungspraktiken geworden, so stark, dass es geradezu vorsprachliche Felder in Beschlag nimmt. Das Bild „spricht“ uns sinnlicher, körperlicher an, ist gleichsam unserer Wahrnehmung und Erfahrung intrinsischer eingeschrieben. Es spricht zwar prima facie unseren Sehsinn an, überschreitet diesen aber zugleich auch schon - und dies von Anfang an - hinsichtlich synästhetischer, kinästhetischer, imaginati- ver, sinnlich-leiblicher, medial-performativer Dimensionen, weshalb man durchaus von einer „Tiefendimension des Bildes“ sprechen könnte. Im interkulturellen Zusammenhang, natürlich nicht nur da, kommt aber noch etwas Entscheidendes hinzu: Es gab und gibt vor einem in Wort und Text gefassten Denken ein lebensweltlich verankertes, ein tätiges Leben der Menschen, das gestaltet und gewissermaßen konserviert in Bau- und Lebensweisen, in Mythologien, Religionen und Riten, in künstlerischen Hervorbringungen ebenso wie in Alltagspraktiken und -gegenständen nicht nur eine eigene „Sprache“ spricht, sondern das die Menschen auf einer weit elementareren Dimension ihres eigenen Selbstverständnisses anspricht. In diesem Sinne können Bilder „Grundbilder“ sein, kulturelle, gesellschaftliche, politische Grundbilder, was aber nun nicht heißt, dass man anhand eines Bildes auch schon den Grund einer Kultur oder Gesellschaft, mithin ihr Begründetsein aufweisen könnte. Mit J.-L. Nancy ließe sich sagen, dass im Bild „der Grund als das (erscheint), was er ist, indem er ver- schwindet“.

Vor diesen Hintergründen möchte sich die Tagung unter dem Vorzeichen interkultureller Zusammenhänge, Ansätze und aktueller Debatten vor allem folgenden Fragestellungen widmen:

1) Was macht ein Bild zum „Bild“, worin besteht seine Weite, worin sein Grenze? Kann man von einem „Bilddenken“ sprechen, und wie stünde ein solches zu „Bildwissenschaft“ und „Bildtheorie“?

2) Was heißt es, mit und an Bildern, evt. gar aus Bildern heraus und schließlich auch über Bilder zu arbeiten?

3) Was meinen wir, wenn wir von der „Kraft der Bilder“, ihrer „Macht“, ihrer „Gewalt“ sprechen? Wie stehen diese zueinander? Bilden sie eigenständige, sich voneinander abhebende Dimensionen aus, überlagern sie sich, überlappen sie sich? Fließen sie, bemerkt oder nicht, ineinander über? Oder sind sie eher miteinander verschränkt oder gar verzahnt?

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22.04.2016 | Workshop

FLUCHT UND ASYL
Sozialphilosopische Perspektiven

Eine Veranstaltung des FWF-Projekts P26579 in Kooperation mit dem Forschungszentrum Migration & Globalisierung der Universität Innsbruck

Organisation: Sergej Seitz & Gerald Posselt gem. mit Andreas Oberprantacher

22.04.2016 | 9.30-19.00 Uhr | HS 2i, Neues Institutsgebäude (NIG)

 

9.30 Sergej SEITZ & Gerald POSSELT (Wien): Einführung: Flucht und Asyl. Sozialphilosophische Perspektiven

10.00 Peter ZEILLINGER (Wien): Recht gegenüber dem (geltenden) Recht. Zur Geschichte und Bedeutung des Asyls

11.00 Tatjana SCHÖNWÄLDER-KUNTZE (München): Anmerkungen zur Differenz von bedingter und unbedingter Gastfreundschaft

12.00 Martin HUTH (Wien): 'Weil nicht sein kann, was nicht sein darf'. Über den Spalt zwischen Politik und Humanitärem

14.30 Christian HADDAD (Wien): Leben/Sterben/lassen/machen? Zur Aktualität von Rassismus, Humanität und Biomacht

15.30 Leonhard CALL (Wien): Das Menschenrecht auf Asyl zwischen Rechtsanspruch, humanitärer Konzession und 'Obergrenze'

17.00 Monika MOKRE (Wien): Solidarität unter Ungleichen. Refugeebewegungen als Versuch eines neuen sozialen Imaginären

18.00 Andreas OBERPRANTACHER (Innsbruck): Die Frage der Bewegungsfreiheit. Zwischen 'Autonomie der Migration' und 'Heteronomie der Flucht'

27.-28.11.2015 | Internationale Tagung

 

SPRACHE | ANERKENNUNG | GEWALT
Zur Konstitution von (Inter-)Subjektivität

Eine Veranstaltung des FWF-Projekts P 26579

Organisation: Matthias Flatscher & Gerald Posselt unter Mitarbeit von Florian Pistrol & Sergej Seitz

 

Freitag 27.11.2015, HS 2i, NIG

14:00 Einführung

14:30 Steffen Herrmann (Hagen/Berlin): Drei Formen der Verkennung. Grundlagen einer Kritischen Theorie der Anerkennung

15:45 Stefan Deines (Frankfurt/M.; Macau): Zwischen Ermöglichung und Unterdrückung – zur Normativität von Anerkennungsbeziehungen

17:00 Gerald Posselt & Sergej Seitz (Wien)Das Andere der Gerechtigkeit? Habermas, Honneth und die „postmoderne Ethik“ 

 

Samstag 28.11.2015, HS 3C, NIG

10:00 Federica Gregoratto (St. Gallen): Damaged Love. Honneth and Arendt on Recognition, Power, and Violence 

11:15 Estelle Ferrarese (Strasbourg): Evanescent Bodies. The Uneasy Materialism of Honneth's and Butler's Theories of Recognition

12:30 Matthias Flatscher & Florian Pistrol (Wien): Zur Normativität in Anerkennungsverhältnissen. Eine kritische Relektüre von Butler und Honneth

26.-28.09.2013 | Konferenz

 

Ort/e des Denkens

Konferenz

Organisation: Murat Ates, James Garrison, Prof. Dr. Georg Stenger, Franz Martin Wimmer in Kooperation mit dem Institut für Philosophie der Universität Wien, der Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie, dem Institut für Wissenschaft und Kunst und der Wien Kultur-Wissenschaftsförderung

Institut für Philosophie | 26.-28.09.2013 | Neues Institutsgebäude (NIG)

 

Vortragende

Oliver Bruns [Bremen/Oldenburg] | Choong-Su Han [Seoul/Freiburg] | Christoph Dittrich [Köln] | Jessica Dömötör [Berlin] | Madeleine Elfenbein [Chicago] | Eveline Cioflec [Durban] | Anke Graneß [Bonn] | Patrick Hedfeld/Bernd Ulman [Darmstadt] | Ahmad Ali/Reyhaneh Heydari [Teheran] | Hannah Holme [Berlin] | Karin Hostettler/Sophie Voegele [Toronto/Basel] | Christoph Hubatschke [Wien] | Karin Hutflötz [München] | Takashi Ikeda [Tokio] | Bruce B. Janz [Florida] | Lukas Kaelin [Stanford/Vienna] | Karin Kuchler [Wien] | Kyoo Lee [New York] | Peter Libbey [Pittsburgh] | Kevin Liggieri [Bochum] | Helmuth Maaßen [Düsseldorf] | Atalay Melike [Istanbul] | Giuseppe Menditto [Napoli] | Ali Asghar Mosleh [Teheran] | Krzysztof Nawratek [Plymouth] | Pritika Nehra [Delhi] | Barbara Reisinger [Wien] | Britta Saal [Düsseldorf ] | Martin Savransky [London] | Annika Schlitte [Eichstätt] | Ulrich Seeberg [Halle] | Fabian Steinschaden [Wien] | Bernd Ulman/Patrick Hedfeld [Darmstadt] | Tsutomu Ben Yagi [Dublin/Freiburg] | Lawrence Ogbo Ugwuanyi [Abuja] Christopher Williams [California/Leiden]

 

Programm zum Download...

18.-21.09.2019 | Jahrestagung der DGPF: Faktum, Faktizität, Wirklichkeit - Phänomenologische Perspektiven

Die Tagung möchte ein Forum bieten, diese und weitere phänomenologische Ansätze aus der Perspektive der Gegenwart neu zu lesen und für wissenschaftliche, soziale und politische Problemstellungen fruchtbar zu machen. Hierzu seien vier perspektivisch angelegte Zuschnitte vorgeschlagen. An erster Stelle stehen dabei phänomenologische und phänomenologiegeschichtliche Studien, in denen die in Rede stehenden Begriffe bei älteren und neueren Klassikern der Phänomenologie konturiert, herausgearbeitet und problematisiert werden. Zweitens sollen Beiträge zu Wort kommen, die in Hinblick auf das Problemfeld von Faktum, Faktizität und Wirklichkeit in einen konstruktiven Dialog zwischen der Phänomenologie und anderen aktuellen Theoriesträngen wie u.a. dem Neuen Realismus, der analytischen Philosophie oder dem Poststrukturalismus treten. Drittens gibt die Tagung auch phänomenologisch grundierten interdisziplinären Forschungen Raum (etwa in Bezug auf die Psychologie, die Kognitionswissenschaften, die Politikwissenschaft, die Soziologie und die Wissenschaftsgeschichte), die die Thematik auf die spezifischen Fragestellungen und Einsatzpunkte dieser Disziplinen hin fokussieren. Viertens sollen die phänomenologischen Perspektiven zum Problemkreis von Faktum, Faktizität und Wirklichkeit auch interkulturell geöffnet werden, wobei Ansätze der interkulturellen Philosophie sowie der postkolonialen Theoriebildung einzubeziehen sind, mittels derer angesichts des Tagungsprofils globale, differenztheoretische und transformative Problemstellungen zur Debatte gestellt werden.